Testbericht
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Silberzwerg
Dieses Spiel war wiedereinmal ein absoluter Glücksgriff. Soweit ich weiß ist es im normalen Handel nicht mehr verfügbar. Aber im Internet kann man es mit viel Glück auf einschlägigen Seiten noch ergattern, selbstverständlich auch bei Ebay.
Worum geht es im Spiel?
Die Zwerge sind Meister der Schmiedekkunst. Immer auf der Suche nach noch prächtigeren und wertvolleren Edelsteinen graben sie immer tiefer in die Erde.
Irgendwann entbrennt unter den Zwergenfamilien ein Streit welche Familie wohl die mächtigste und würdigste sein würde, um die Clans anzuführen. So beginnt ein jährlicher Wettkampf anderen Ende die Familie Sieger ist, die am meisten Silbertaler erwirtschaften konnte.
Und wer stellt diese Familien? Klar, wir!
Vorbereitung
Wir legen ein quadratisches Spielfeld in die Mitte des Tisches. Auf ihm sind die 4 Stolleneingänge der einzelnen Edelsteinsorten zu sehen. Dementsprechend werden natürlich auch die dazugehörigen Edelsteine dort platziert.
In den Ecken des Planes sind Felder für private Aufträge, jeweils ein Feld für jeden Zwergenclan. In der Mitte des Spielplanes sind zwei solcher Felder vorhanden. Dorthin kommen im Verlauf des Spieles die Karten für die öffentlichen Aufträge.
Links neben den beiden Feldern sehen wir eine Preistafel. Hier wird für jede Runde der aktuelle Edelsteinpreis neu festgelegt. Rechts neben den öffentlichen Aufträgen sind 6 Schatzkisten in aufsteigenden hunderter Schritten auf dem Plan abgebildet. Diese zeigen, mithilfe der von 1-99 um den Plan laufenden Zählleiste, den aktuellen Kontostand der Spieler an.
Jeder Spieler erhält
- 4 Buddelzwerge
- 2 Schatten- bzw.Silberzwerge
- 1 Aktionstableau
- 1 Sichtschirm
- 2 Markierungssteine
- 50 Silbertaler (Die Markierungssteine werden zum Anzeigen des Spielerkapitals genutzt. Ein Markierungsstein kommt auf die rundumlaufende Zählleiste (1-99), der andere ersteinmal unter die 100er Schatzkiste)
Nun werden die Aufräge verteilt. Jeder Spieler erhält einen Auftrag und zwei öffentliche kommen in die Mitte. Hier wäre zu erwähnen das die Auftragskarten vier Werte aufweisen. Die Felder auf denen die Aufträge gelegt werden haben in einer Ecke einen Pfeil. Die Karte wird so gelegt das der Pfeil zunächst auf den höchsten Wert zeigt.
Kann ein Auftrag in der laufenden Runde nicht abgearbeitet werden, wird die Karte um eine viertel Drehung bewegt und so um einen bestimmten Betrag abgewertet.
Nun wird noch die Startspielerfigur bereitgestellt und dann kann das Spiel beginnen.
Ziel des Spieles ist es, wie unschwer zu erraten, am meisten Silbermünzen zu scheffeln. Soll heißen, wer zuerst die 600er Schatzkiste erreicht hat ist Sieger. Sollte das bis zum Ende keiner schaffen, gewinnt der Spieler der bis dahin mit Punkten (Silbermünzen) vorn liegt.
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Das Spiel
... teilt sich in mögliche 11 Phasen pro Runde:
1. 6 Zwerge einsetzen (gleichzeitig und verdeckt)
2. Sichtschirme entfernen (gleichzeitig)
3. Edelsteinpreis festsetzen (Startspieler)
4. Aktionen der Schattenzwerge abhandeln (nacheinander)
5. Edelsteine verteilen (nacheinander)
6. Aktionen der Silberzwerge abhandeln (nacheinander)
7. Aufträge abwerten
8. eventuelle Vertragsstrafen zahlen
9. eventuell neue Aufträge auslegen
10. eventuell Edelsteine ablegen (max. 12 darf jeder Spieler behalten)
11. Startspielerfigur weitergeben
Das sieht viel aus, läuft aber relativ schnell ab.
Vorweg wäre zu erwähnen das man 6 Zwerge einsetzen kann. Vier Buddelzwerge (kleine Holzwürfel wie man sie z.B. von "El Grande" kennt) und 2 Silber- bzw. Schattenzwerge. Diese sind runde Holzscheiben mit den entsprechenden Aufklebern. Auf der einen Seite wird der Silberzwerg geklebt, auf die andere Seite der Schattenzwerg. So kann man also jeweils nur eine Seite einsetzen. Das aber in jeder beliebigen Kombination.
Zunächst wird der Sichtschirm vor das Aktionstableau gestellt. Für die Buddelzwerge kann nur entschieden werden wieviel in welcher Mine zum Abbau eingesetzt werden.
Pro Mine haben wir dann noch jeweils für Schatten- und Silberzwerge getrennte Felder, für besondere Aktionen.
Als Silberzwerg kann man z.B. pro Mine noch Edelsteine dazukaufen oder einen Auftrag erfüllen oder übrige Edelsteine verkaufen.
Der Schattenzwerg stört hauptsächlich den Gegner. So kann man 2 gegnerische Zwerge entfernen oder Aufträge auf- bzw. abwerten usw.
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Sind die Zwerge platziert wird der Sichtschirm entfernt. Anhand der pro Mine eingesetzten Buddelzwerge wird nun der Edelsteinpreis festgelegt. Hierbei gilt: Je mehr Zwerge eine bestimmte Sorte abbauen sollen, desto weniger ist diese Sorte wert.
Wer also zusätzlich in der aktuellen Runde billig Edelsteine dazukaufen möchte, sollte die Mitspieler gut einschätzen können.
Warum aber ist es wichtig wo meine Zwerge buddeln sollen?
Die ausliegenden Aufträge werden mit den aus den Minen geholten Edelsteinen erfüllt. Jeder Auftrag fordert eine bestimmte Kombination von 8 Edelsteinen. Nun kann prinzipiell jeder Spieler in der laufenden Runde einen von drei Aufträgen erfüllen, d.h. den privaten oder einen der beiden öffentlichen.
Je nachdem welche(n) Farbe(n) hier überwiegt, wird wahrscheinlich am gefragtesten sein. Spekulation ist hier also großgeschrieben.
Hier kann man sich auch sehr verschätzen und "Nasse" machen.
Soviel zu den Buddelzwergen, jetzt werden die Aktionen der Schattenzwerge abgehandelt. Zum Anfang der Partie wurden diese von uns kaum eingesetzt wurden, je weiter wir dem Ende entgegenstrebten änderte sich das sehr. Gerade zum Finale hin wurden die Störwirkungen der Schattenzwerge gezielt genutzt.
Sind die Aktionen der Schattenzwerge abgehandelt (wer keine hatte kann keine benutzen) werden jetzt die Edelsteine verteilt die die Buddelzwerge zu Tage gefördert haben.
Nun kann man mit den Silberzwergen eventuell noch Edelsteine nachkaufen oder einen Auftrag erfüllen (Edelsteinkombination abgeben) oder Edelsteine verkaufen. Hat man Steine im Vorrat und diese sind gerade sehr teuer im Verkauf, kommt man so natürlich auch zu gutem Geld.
Die Aufträge sind also nicht unbedingt die Haupteinnahmequelle, zumal die Erlöse bei diesen auch sehr schwanken. Hierbei muß ich erwähnen, dass die Höchsterlöse bei den Auftragskarten zwischen von 40 bis 120 Silbertalern bringen. Daran kann man erkennen wie heiß begehrt die 120er wahrscheinlich sind.
Glücklich der, der einen 120er als privaten Auftrag zu liegen hat. Allerdings wird jeder nicht eingelöste Auftrag pro Runde um ein Viertel seines ursprünglichen Wertes verringert. Das können Mitspieler mit Hilfe von Schattenzwergen beschleunigen oder aber auch Edelsteinknappheit kann das frühzeitige Erfüllen verhindern.
Eingelöste Auftragskarten kommen aus dem Spiel. Es sei denn sie haben zusätzliche Symbole, die zu einem späteren Zeitpunkt noch zum Einsatz kommen. Sammelt man z.B. drei gleiche Hammersymbole, erhältman dafür 40 Silbertaler extra. Andere Karten können die Gegenspieler stören, ihr Einsatz ist beliebig. Sollte also ein Symbol auf der Karte sein wird diese behalten.
Der erwirtschaftete Wert wird natürlich auf der Zählleiste und den Schatzkästen festgehalten. Edelsteinverkäufe selbstverständlich auch.
Liegengebliebene Aufträge werden nun durch eine elegante Vierteldrehung abgewertet. Sollte ein Auftrag so auf "Null" rutschen wird dieser aus dem Spiel genommen. War dieser ein privater Auftrag muß dann noch Vertragstrafe gezahlt werden.
Auch hier helfen Schattenzwerge den Mitspieler schneller auf Null zu bringen, um somit Vertragsstrafen zu provozieren.
Aus dem Spiel genommene Auftragskarten werden durch neue ersetzt.
Überzählige Edelsteine (mehr als 12) werden von den Spielern in die entsprechenden Minen zurückgelegt.
Jetzt wird die Startspielerfigur weitergereicht und eine neue Runde beginnt.
Der Möglichkeiten sind es also viele. Im Grunde ist "Silberzwerg" eine knallharte Wirtschaftssimulation die aber nicht ausufert. Der Handlungsrahmen ist schließlich begrenzt. Es macht Spaß, wenn eigene Strategien aufgehen oder wenn man andere vereiteln kann. Allerdings liegt man auch oft daneben oder wird Opfer von gegnerischen Schattenzwergen.
Fazit:
Silberzwerg ist sehr gut ausgestattet. Die Grafik kann gefallen. Als Spielfiguren hätte ich mir zwar keine Klötzchen sondern Zwerge gewünscht, meinetwegen auch als Schattenriss (wie z.B. bei Carcassonne) aber das macht das Spiel nicht schlechter.
Ansonsten kann das Spiel auf ganzer Linie überzeugen. Der Spielmechnismus ist stimmig (auch zu zweit) und die Spielregeln sind übersichtlich, nicht zuletzt durch die gute Bebilderung.
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Tester |
Wertung |
Immo |
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Mario |
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Robert |
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Achim |
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Schlüssel: 6 = optimal / 1 = Flop
Gesamtnote: 5
Kommentare
- keine
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