Testbericht
Shogun spielt im japanischen Mittelalter. Die Spielfläche ist in 68 Gebiete unterteilt. Diese Gebiete werden, durch entsprechende Handkarten, anfangs gleichmäßig an die Spieler verteilt. Ziel ist es nun durch Planung und Kampf, die Mehrheit an Gebieten zu (er)halten.
So weit, so gut. Was uns allerdings vom
Sieg trennt, ist eine sehr umfangreiche Spielregel.
Zum Einsatz kommen 5 Standart -Einheiten und 2 Sonder-Einheiten. Außerdem
können zu Verteidigungszwecken der einzelnen Gebiete noch Burgen, mit Ausbaumöglichkeiten
zu Festungen, ins Spiel gebracht werden.
Die 5 Standart-Einheiten können im Laufe des Spieles in die einzelnen
eigenen Gebiete plaziert werden (max. Truppenstärke 5) und werden Provinztruppen
genannt. Zusätzlich kommen für jeden Spieler 3 Armeen zum Einsatz.
Diese werden durch Fahnenträger auf dem Spielbrett symbolisiert und
können zusätzlich zu den Provinztruppen in eigene Gebiete platziert
werden. Die eigentlichen Armeen jedoch werden neben dem Hauptspielplan auf
einer Extra-Armeespielfläche gestellt. Die Armeen, die aus den Standarttruppen
zusammengestellt werden, können während des Spieles Erfahrungspunkte
sammeln. Diese wiederum erhöht die Beweglichkeit und damit den Wert
der jeweiligen Armee.
Außerdem können während der eigenen Spielphasen noch Ronin
(Söldner, die nur während einer Runde zum Einsatz kommen) und
ein Ninja (als Spion oder Attentäter) ins Spielgeschehen eingebracht
werden.
Genug verwirrt? Während der jeweiligen Runden werden eigene Truppen
verstärkt. Das kann auf unterschiedliche Weise bewerkstelligt werden.
Danach werden geplante Kämpfe
durch auslegen von Plättchen angezeigt und anschließend ausgeführt. Diese
werden durch Würfelrunden entschieden.
Besiegte Gebiete werden, wenn möglich, besetzt und die jeweilige Gebietskarte
zu den eigenen zugefügt.
Hat man auf diese Weise irgendwann die Mehrheit an Gebieten, ist man der neue
Kaiser oder so.
Das war ein Kurzabriß. Das eigentliche Spiel ist um einiges wuchtiger.
Planung und Kampf bestimmen das Spielgeschehen. Als besonderes Element sind die anfänglich 3 Armeen zu betrachten. Mit Siegen (= Erfahrung) erhöht sich deren Zugweite. Das Aufnehmen bzw. Abspalten von Truppen, ist möglich. Die Kampfstärke ist, anhand der großen Anzahl an Kämpfern, enorm.
Auch der Ninja, als Spion und Attentäter, ist nicht zu unterschätzen.
Letztendlich entscheidet aber der Würfel über Wohl und Wehe der Kriegsherren. (Das mußte ich selbst schon oft genug erfahren.)
Fazit:
Shogun ist ein komplexes Strategiespiel. Die Optik kann
begeistern. Der Spielplan ist schön gestaltet und es tummeln sich jedem Menge Einheiten auf dem Plan. Wer Spiele dieser Art mag, den kann es begeistern.
Allerdings ist es kein Familienspiel, da allein das Regelstudium den Normalspieler überfordert.
Nachteil:
Pro Mitspieler sollte man 1 Spielstunde rechnen (d.h. 4 Spieler = 4 Stunden). Das Spielprinzip ist so angelegt das zwangsläufig Mitspieler während des Spieles ausscheiden. Das kann ein zusätzlicher Ansporn sein, gut zu spielen...
Es kann aber auch bedeuten eine Weile Zuschauer zu sein.
