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Testbericht
Giganten
Bei Giganten geht es im Großen und Ganzen ums Ölgeschäft. Günstig auf den Ölfeldern das schwarze Gold abbauen und teuer bei den Raffinerien verkaufen. So kurz sich das anhört, der Spielverlauf ist doch ein wenig umfangreicher.
Vorbereitung
Der Spielplan wird ausgelegt. Auf ihm sehen wir im linken Bereich die drei Ölraffinerien. Jede enthält vier Lager in den Farben der Mitspieler und eine Preiskurstabelle.
Den Hauptteil des Planes nimmt das Ölfeld ein. Hier sieht man mögliche Bohrfelder und unterschiedliche Geländearten.
Im oberen Bereich haben wir zwei Ablagen für die am Spiel teilnehmenden Aktionskarten und eine Ablage für die Verkaufslizenzen.
Ganz unten sehen wir dann noch fünf Eisenbahngleise. Vier sind für die Loks der Mitspieler. Diese so so lang gehalten das sie das Ölfeld seitlich komplett abdecken. Das fünfte Gleis, für die schwarze Lok, geht über die Ölfelder hinaus und mündet im Ölhafen.
Jeder Spieler erhält seine Grundausstattung.
Als da wären:
- 1 LKW
- 5 Bohrtürme
- 1 Lok
Außerdem werden die oben erwähnten Aktionskarten und Verkaufslizenzen platziert. Bei vier Spielern kommen 36 Förderkärtchen verdeckt auf die entsprechend markirten Plätze auf dem Spielfeld. Die Karten sowie die Felder auf dem Spielfeld sind mit 1, 2 oder 3 Bohrtürmen bedruckt und werden dementsprechend zugeordnet.
Am linken Rand der Ölfelder werden die LKWs in Warteposition gebracht. Diese fahren nachher die Förderkärtchen an.
Die schwarze Lok kommt auf das fünfte Gleis. Die Loks der Mitspieler können frei auf den Startfeldern der restlichen vier Gleisen verteilt werden.
Dann hätten wir noch 3 schwarze Ölfässer die als Preismarkierer in der Kurstabelle der
jeweiligen Raffinerien zum Einsatz kommen.
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Außerdem haben wir noch 60 schwarze Ölsteine, welche später die Fördermenge pro Bohrturm anzeigen. Diese werden aber ersteinmal beseite gelegt.
Jetzt erhält noch jeder Spieler $ 15.000 Spiegeld und los gehts.
Das Spiel
Der Startspieler verändert
1.zuerst mit einem Würfel die Marktpreise in den Raffinerien. Blaue Zahl lässt den Preis entsprechend steigen, bei rot gehts nach unten. Allerdings nur, wenn der Preis nicht schon im roten oder blauen Bereich auf dem Brett ist. Dann geht der Preis nämlich gnadenlos in die andere Richtung.
2. Nun deckt der Startspieler zuerst eine rote Aktionskarte auf. Auf dieser ist immer die Bewegung der schwarzen Lok angegeben. Die Bewegung der schwarzen Lok wird dann auch gleich ausgeführt. Nun wird die Karte bereitgelegt und zu ihr gesellen sich, bei vier Spielern, noch vier grüne Aktionskarten.
Alle Spieler, wieder beginnend mit dem Startspieler, suchen sich nun eine Karte aus. Mit dieser besreiten sie nun die aktuelle Spielerunde.
Auf den Aktionskarten sind verschiedene Symbole (Aktionen) zu sehen, die nun nacheinander abgearbeitet werden.
Folgende Symbole (nicht immer alle) sind auf den Aktionskarten zu finden:
- Bewegung der eigenen Lok und des LKWs. Die Bewegungspunkte sind nur zusammen verfügbar und können auf beide verteilt werden. Allerdings kann auch nur ein Fahrzeug bewegt werden.
- die Anzahl der zu erhaltenen Verkaufslizenzen
- mögliche Verschiebung auf einer Kurstabelle
- kostenlose zusätzliche Ölsteine
- das Zurücksetzen der gegnerischen Loks
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3. Zuerst werden die Verkaufslizenzen verteilt. Die Lizenzen gibt es in den zwei Werten "1" und "2" . Grundsätzlich sollte man die Lizenzen vor den Mitspielern verdeckt halten. Eine Beschränkung bei der Anzahl an Lizenzendie man während des Spieles auf der Hand halten kann gibt es nicht.
4. Jetz kommt der Einsatz der Bewegungspunkte (BP). Jetzt sind Lok und LKW gefragt. Der LKW kann die einzelnen Förderkärtchen anfahren. Unterschiedliches Gelände fordert eine verschiedene Anzahl an Bewegungspunkten. Der Spieler kann unter jedes Kärtchen schauen und wenn noch BP übrig sind, auch noch zum nächsten Förderkärtchen ziehen und es begutachten. Ist eine lukrative Quelle ausgemacht wird das Kärtchen umgedreht und die anstehenden Kosten entrichtet (unten mehr dazu). Die nun sichtbar werdene Zahl wird in Form von Ölsteinen vom Vorrat genommen und unter einen eigenen Bohrturm auf das entsprechende Feld gestellt.
Sind jetzt noch BP übrig sollte auch die Lok bewegt werden. Denn im späteren Verlauf des Spieles wird pro Bohrturm ein Ölstein gefördert. Nur wenn die eigene Lok mindestens auf gleicher Höhe mit dem Turm ist, kann man das Öl kostenlos abtransportieren. Ansonsten nutzt man die schwarze Lok oder die Loks der Gegner, allerdings ist das kostenpflichtig und schmälert den Gewinn.
Jetzt können noch die Sonderaktionen ausgeführt werden:
- Kurstabelle verändern
- Ölstein umsonst
- gegnerische Loks zurücksetzen
Besonders auf die eigene Lok sollte man achten. Wie oben erwähnt, können nur dann eigene Ölsteine abtransportiert werden, wenn die eigene Lok mindestens auf gleicher Höhe mit dem entsprechenden Bohrturm steht. Das Vorziehen der Lok kostet ebenfalls BP die sich aber zum Ende der Strecke pro Feld langsam erhöhen. Da von den Gegenspielern die Loks auch zurückgestzt werden können, kann das zu Ende hin sehr kostenintensiv werden. Natürlich kann man auch die Ölsteine mit fremden Loks, die mindestens auf gleicher Höhe sind, abtransportieren lassen. Aber egal ob schwarze Lok oder Mitspieler, der Preis pro Ölstein beträgt dann immer $ 3000,- und das haut ganz schön ins Kontor. Alternativ kann man den Stein auch verfallen lassen, was man dann auch meistens macht.
5. Im Grunde wird jetzt erst der angefahrene Bohrturm errichtet
Es gibt Kärtchen mit 1 , 2, 3 Bohrtürmen, sie kosten $ 4000, $ 6000, $ 8000.
Die Kärtchen mit 1 Bohrturm können 2, 3 oder 4 Ölsteine bedeuten.
Bei 3 Türmen sind es 4, 5 oder 6 Ölsteine.
Die Kärtchen mit den 2 Bohrtürmen sind rot bedruckt. Diese darf man vorher nicht begutachten. Nehmen oder liegenlassen heißt die Devise. Hier gibt es entweder 2 oder 5 Ölsteine für den eigenen Turm. Bei Anschaffungskosten von $ 8000,- und eventuell 2 Ölsteinen, kann sich das schon als Verlustgeschäft entpuppen.
6. Nun wird das geförderte Öl abtransportiert. Pro Bohrturm wird ein Ölstein entfernt und abwechselnd in die Lager der Raffinerien verteilt. Hier spielt natürlich nicht zuletzt der zu erwartende Erlöß eine große Rolle.
7. Nun kommen die Lizenzen ins Spiel, denn jetzt wird das Öl verkauft. Pro Raffinerie wird mit den Lizenzen geboten was das Zeug hält. Der Höchstbieter gibt die entsprechenden Lizenzen ab und bekommt für seine Ölsteine die er jetzt abgeben will, den aktuellen Kurs in $ ausgezahlt.
Alle anderen gehen im Grunde fast leer aus bis auf eine minimale Entschädigung.
Das Ganze vollzieht sich in allen drei Lagern. Hier heisst es bis zum Schluß die Nerven behalten und die Mitspieler richtig einschätzen. Denn sind die Lizenzen beim Bieten bei Zeiten aufgebraucht, haben die Anderen oft genug freie Fahrt.
8. Jetzt werden die übrigen Ölsteine abgeräumt. Jeder Spieler kann pro Lager zwei Ölsteine übrig lassen, die restlichen müssen für $ 1000 pro Stein abgeräumt werden.
9. Nun wird der neue Startspieler festgelegt, d.h. im Uhrzeigersinn ist der Nächste dran, und weiter gehts mit einer neuen Runde.
Das Spielende ist erreicht wenn die schwarze Lok den Überseehafen erreicht hat. Dann wird die "Kohle" ausgezählt. Die größte Barschaft räumt ab.
Fazit:
"Giganten" ist ein überraschend starkes Spiel. Die Ausstattung ist üppig und läßt keine Wünsche offen. Die Spielregel ist übersichtlich und verständlich. Jeder Spieler erhält zusätzlich einen Übersichtsbogen. So kann jederzeit nachvollzogen werden in welcher Phase man ist.
Typisches Merkmal jeder Runde ist die langsame Steigerung der Spannung bis zum "Pokern" um die Lagerverkäufe. Geht es zu Spielbeginn gemächlich von statten, so nimmt das Spiel zum Schluß immer mehr Fahrt auf.
Auch beim Aussuchen der Bohrfelder versucht jeder Spieler sich so zu stellen, dass der Gegner im Vorankommen blockiert wird. Denn wer zu lange Wege mit dem LKW zurücklegen muß, kann nicht unter allzuviele Kärtchen schauen. Außerdem kann dann danach auch die eigene Lok nicht mehr allzuweit bewegt werden.
Da die Aktionskarten auch nur feste Möglichkeiten vorgeben, also z.B. viele Lizenzen dafür wenig Bewegung, ist man ständig in der Zwickmühle.
Mehrere Mechanismen werden hier also sehr stimmig und herausfordernd verbunden.
Kritik:
Gerade obenerwähntes stellt auch gleichzeitig die Schwäche des Spieler dar. Da Thema und Spielmechanismus sehr gut zusammenpassen, ist das Spiel auch nur jenen Leuten zu empfehlen die damit auch was anzufangen wissen. Wer nicht gern um Mehrheiten zockt und Wirtschaftsspiele nicht mag, sollte Abstand nehmen.
Alles in allem: In unserer Runde ist "Giganten" ein Highlight und empfehlenswert.
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Tester |
Wertung |
Immo |
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Mario |
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Robert |
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Achim |
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Schlüssel: 6 = optimal / 1 = Flop
Gesamtnote: 6
Kommentare
- keine
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