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Testbericht
El Grande
Worum geht´s?
Vor uns liegt das mittelalterliche Spanien, aufgeteilt in 9 Regionen. Während
des Spieles kämpfen die Spieler um Mehrheiten in diesen Regionen. Stellvertretend
übernehmen diese Rolle auf dem Spielbrett die "Granden" mit
ihren "Caballeros". Diese werden durch Holzklötzenchen unterschiedlicher
Größe (die "Granden" groß, die "Caballeros"
klein) dargesetllt.
Zu Beginn des Spieles erhält jeder Spieler 1 "Granden" und
10 "Caballeros" in seiner Farbe. Jeweils ein "Caballero"
kommt zum Anfangspunkt des Erfolgspfades. Der "Grande" und 2 "Caballeros"
werden vor Spielbeginn mit Hilfe einer Regionenkarte, die verdeckt gezogen
wird, in eine der 9 Regionen gesetzt. Diese ist dann die Heimatregion des
"Granden". Übrig bleiben also 7 "Caballeros" die
am "Hof" Spielers verbleiben. Die restlichen "Caballeros"
aller Spieler bleiben in der Provinz, soll heißen sie werden für
den späteren Gebrauch in Reichweite gelegt. Jetzt wird der König,
ebenfalls mit einer verdeckt gezogenen Regionenkarte, ins Spiel eingesetzt.
Das Castell kommt ebenfalls auf seinen Platz auf dem Spielplan und markiert
damit eine zusätzliche Komponente im Spiel, die Mehrheitsverhältnisse
kippen kann.
Nun kommen noch die Karten ins Spiel. Einmal die Aktionskarten, diese werden
an den Spielfeldrand gelegt und nach Wertigkeit (1-5) sortiert und zum anderen
bekommt jeder Spieler 13 Machtkarten. Diese tragen die Nummer 1 bis 13 und
zeigen während des Spieles in absteigender Reihenfolge an, wann welcher
Spieler seine Aktionen durchführen kann. Außerdem zeigen die Machtkarten
eine bestimmte Anzahl an "Caballeros" die der Spieler von der "Provinz"
an seinen "Hof" holen kann. |
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Der
Ablauf:
Die höchste Machtkarte fängt an. Der Spieler holt die entsprechenden
"Caballeros" an seinen "Hof". (Sind keine "Caballeros"
mehr in der "Provinz" verfügbar, so kann die entsprechende
Anzahl auch auf den Regionen umgesetzt werden.)
Nun wird eine der offen ausliegenden Aktionskarten ausgewählt. Auf
allen Karten stehen unterschiedliche Aktionen (deren Ausführung kein
Muß ist) und die (jeweils unterschiedliche) Anzahl der "Caballeros"
die jetzt beliebig in die jeweiligen Regionen eingesetzt werden können.
Wichtig bei den Aktionskarten: Nur die "Königskarte" kann
den König umsetzen! Warum ist das wichtig? Nun, "Caballeros"
können nur in die an die Königsregion angrenzenden
Regionen (dort
wo also der König gerade steht ist die Königsregion)
eingesetzt werden. Alle anderen Regionen und die Königsregion
selbst sind tabu.
Auf diese Weise kommen nach und nach von jedem Spieler immer mehr "Caballeros"
ins Spiel. Nach jeweils drei Durchgängen erfolgt eine Wertung. Gewertet
wird anhand der Wertungstafeln die in den einzelnen Regionen abgebildet
sind. Die Wertungstafeln enthalten meist drei Zahlen. Der Spieler mit den
meisten "Caballeros" in der Region bekommt die höchste Zahl
(und zieht um soviele Felder auf dem Erfolgspfad weiter) der zweite und
der dritte Spieler mit absteigender Punktzahl verfahren genauso. Sollten
mehr als drei Parteien vertreten sein, geht der Rest leer aus. Sollten meherere
Spieler die gleiche Anzahl "Caballeros" in einer Region haben,
werden alle um eine Stufe auf der Wertungstafel abgewertet. Erfolgt die
Wertung in der Heimatregion des eigenen "Granden" und hält
man dort auch noch die Mehrheit bekommt man 2 Zähler zusätzlich.
Sollte dann auch noch der König in der Region mit anwesend sein, gibt´s
noch zwei Zähler oben drauf.
Während der Wertungsrunden wird auch das "Castillo" gewertet.
Denn auch hier kann man während des "Spieles" "Caballeros"
einwerfen. Nachdem die Anzahl festgestellt und gewertet wurde, können
nun die "Caballeros" mit Hilfe der Geheimscheibe in die Regionen
eingesetzt werden. Dieses passiert noch bevor die eigentlichen Wertungen
der Regionen stattfinden. Somit können also noch kurzfristig Mehrheiten
gekippt werden.
Nach dem dritten Durchgang kommt die Schlußwertung. Danach steht der
"El Grande" fest.
"El Grande" als solches macht Spaß. Ist aber sicher nicht
jedermanns Geschmack, weil trocken. Strategiespieler kommen aber auf Ihre
Kosten. Gegenüber "Puerto Rico" kommt mir "El Grande"
fast wie Schach vor. Der Glücksfaktor im Spiel ist eher gering. Auch
wenn man natürlich nicht beeinflussen kann, welche Aktionskarten gerade
ausliegen. Doch vor diesem Dilemma stehen alle in jeder Runde.
Ist
Alles insgesamt auch durchaus stimmig, so würden Figuren statt der Holzklötzen
das Spiel optisch doch enorm aufwerten.
Die Lust auf Revanche hält sich in Grenzen, da wir zu viert 1,5 bis
2 Stunden zu tun hatten.
Also: Empfehlung aber einmal am Abend reicht. Unbedingt zur Probe spielen!.
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