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Die Spieletests



Der Herr der Ringe

Ein Spiel von
Reiner Knizia
aus dem "Kosmos Verlag"
für 2-5 Spieler

60-90 min.
ab 10 Jahre

Testbericht

Der Herr der Ringe / inkl. Erweiterung die Feinde
Am sechsten Spieleabend war das Spiel schon einmal auf dem Tisch. Doch dieses Mal spielten wir in altgewohnter Besetzung, vollzähling und alle wohl auf.
Das Ziel ist bekannt: Sauron will Mittelerde unterjochen und wir als Hobbits treten ihm mutig entgegen. Das Spiel ist schön gestaltet und hat schon durch die unterschiedlichen Abenteuerspielpläne, die einer nach dem anderen zu bewältigen sind, seinen eigenen Reiz. Die verwendeten Figuren sind mir persönlich zu "farblos" aber man hat ja nie alles beisammen.
Das Spielprinzip ist familientauglich, da alle zusammen im Sinne der Gemeischaft spielen. Sauron, unser dunkler Gegenpart agiert aus dem Spiel heraus gegen uns. Hauptziel ist die Vernichtung des Ringes und damit die Befreiung Mittelerdes. Da kommt es nicht selten vor, das der ein oder andere Mittspieler sich für die Gruppe opfert. Denn Sauron ist unerbittlich und der Ringträger muß beschützt werden.
Mit anderen Worten: je länger das Spiel dauert, umso dünner wird die Luft für alle. Diskusionen bleiben nicht aus und sind im Grunde auch angestrebt.
Und als ob Sauron nicht schon reicht, machen uns während des Spieles auch noch diverse Feinde das Leben schwer. Diese können uns jedoch auch zum Umgehen einiger Abeuterspielpläne verhelfen. Schafft die Gemeinschaft bis zum Ende eines Abenteuers alle ausliegenden Feinde zu vernichten, kann ein Abenteuerplan ausgelassen werden. (gilt vor Moria, Helms Klamm und Kankras Lauer) Liegen zum Ende eines Abenteuers jedoch noch mehr als sieben Feinde aus, hat die Gemeinschaft verloren.
Außerdem: besiegte Feinde bringen zusätzliche Siegpunkte bei der Abrechnung.
Jedoch: Zwei Versuche den Ring zu vernichten haben wir an diesem Abend gestartet und zweimal war Sauron Sieger.
In der ersten Runde lag es sicher daran das zwei von uns nicht wirklich mit den Regeln vertraut waren und das Spiel grundsätzlich an schlechter Übersichtlichkeit leidet.
Beim zweiten Mal ging´s dann wesentlich zügiger voran. Allerdings sprangen kurz vor Mordor zwei Hobbits über die Klinge und die übrigen zwei litten an Pech beim Ereigniskarten ziehen und zu wenigen Hobbitkarten auf der Hand. So war die Enttäuschung über die zweite Niederlage groß und eine heftige Diskusion brach aus, ob das Opfern der beiden Gefährten überhaupt einen Sinn hatte (ich meine nach wie vor ja).

Sei es wie es ist. Das Spiel hat seinen sehr eigenen Reiz. Der Einstieg ist ziemlich schwierig (nur keine Angst) und Neulinge sollten sich glücklich schätzen, wenn ein erfahrener Spieler mit am Tisch sitzt. Grundsätzlich würde ich jedem zu einem Testspiel raten. Selbst Leute die den "Herrn der Ringe" überhaupt nicht kennen (Gibt´s die wirklich noch?) werden Spaß daran haben. Denn das Gemeinschaftsgefühl sollte man schon mal erlebt haben. (Wo hat man das heute noch?)
Alle die das Basisspiel kennen sei diese Erweiterung wärmstens empfohlen!
Doch eine Aussage bleibt bestehen: Entweder man liebt es oder haßt es, dazwischen gibt´s nichts!

Tester
Wertung
Immo
Mario
Robert
Achim

Schlüssel: 6 = Sehr Gut / 1 = Flop

Gseamtnote: 5,25

Kommentare:
Mario: Schwierger Einstieg (ins Spiel; A.d.V.) ohne einen Mitspieler der das Spiel bereits kennt.

Achim: Das Spiel leidet an Unübersichtlichkeit. Spielentscheidene Elemente wie die Texte der Ereignistafeln oder der Gandalfkartenkarten sollten jederzeit für jeden verfügbar sein.

Achtung! Hier gibt´s eine Spielhilfe als PDF-File.