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Die Spieletests

DHdR-Die Entscheidung

Ein Spiel von
Reiner Knizia
vom "Kosmos Verlag"
ca. 45 min.
für 2 Spieler
ab 12 Jahre

Testbericht

Die Entscheidung
... sie viel mir nicht schwer. Als Fan (im Grunde hasse ich diesen Begriff) der Bücher sowie der Filme habe ich mir auch schon einige Spiele zum Thema "Der Herr der Ringe" geleistet.
Natürlich hofft man immer wieder auf ein schönes Spiel und gute Unterhaltung die da im Karton auf einen wartet.
Zugegeben, der erste Eindruck war nicht allzu berauschend. Obwohl John Howe schon einige Spiele zum "Herrn der Ringe" sehr gut illustriert hat, war ich dieses mal doch sehr enttäuscht.
Das Spielbrett, welches Mittelerde darstellen soll, ist quadratisch und sehr schematisch dargestellt. Die Spielfiguren sind längliche Plastikaufsteller in denen jeweils ein Pappschildchen geschoben wird. Auf diesem ist der Charakter und seine spezielle Eigenschaft zu sehen.
Auf den ersten Blick wirkt das Alles sehr einfach und ich persönlich hatte schon fast keine Lust mehr das Spiel zu probieren. Auch die Spielanleitung, die sicher sehr gut geschrieben ist und keine Fragen offen läßt, läßt nicht vermuten das doch ein wenig mehr in diesem Spiel steckt.
Trotz alledem, frisch gewagt ist halb gewonnen. Also: Spielanleitung studiert und am Abend war´s dann soweit.

Vorbereitung
Das Spiel, wie gesagt quadratisch, wird zwischen die beiden "Duellanten" gelegt. Und zwar so das die eine Spitze des Spielplanes mit Mordor zum Schattenspieler zeigt und die andere Spitze mit dem Auenland zum Spieler des Lichts. (Wenn ich´s noch nicht erwähnt habe, "Die Entscheidung" ist ein reines 2 Personenspiel.)
Auf dem Spielplan sieht man 16 Regionen. Jeweils 6 davon sind hierarchisch zur Mitte angeordnet, also erst 1 Feld, dann 2 Felder, dann 3 Felder. In der Mitte trennt den Plan optisch ein Gebirge.

Auf der Seite des Lichts: Frodo, Sam, Pippin, Merry, Gandalf, Aragorn, Legolas, Gimli und Boromir. Also alle Gefährten, keine Überraschung.
Auf der Seite des Schatten kommen zum Zug: Balrog, Kankra, Hexenkönig von Angmar, Schwarzer Reiter, Saruman, Ork, Wark und ein Troll.

Jetzt bekommt noch jeder SpielerIn einen Satz aus neun Karten. Auf diesen sieht man Zahlen (Kampfwerte) oder einen Text.
Jeder SpielerIn stellt nun seine Figuren in seinen 6 Startfeldern auf. Dabei ist zu beachten das in Mordor und im Auenland 4 Figuren plaziert werden und den restlichen 5 jeweils eine. Man beachte das alle Figuren mit dem Rücken zum Gegner aufgestellt werden, dieser also (wie z.B. bei "Stratego") nicht weiß welche Figur wo steht.
Das Gebirge bleibt frei. Während des Spiels dürfen auf den Spielfeldern nie mehr als 2 bzw. im Gebirge grundsätzlich nur eine Figur stehen.

Ziel des Spieles:
Der Schattenspieler muß Frodo ausschalten oder mindestens 3 eigene Figuren ins Auenland bringen.
Der Spieler des Lichts muß Frodo nach Mordor ziehen.

Das Spiel
Nachdem jeder SpielerIn seine Figuren platziert hat, gilt folgende Regel. Jede Figur kann nur ein Feld weit ziehen und nur nach vorn.
Allerdings haben alle Figuren spezielle Eigenschaften die geltene Regeln außer Kraft setzen können. Und genau diese Eigenschaften gilt es geschickt einzjusetzen.
Zieht eine Figur auf ein vom Gegner besetztes Feld, kommt es zu Kampf. Beide am Kampf beteiligte Figuren (man erinnere sich daran, bis zu zwei eigene Figuren dürfen auf einem Feld stehen) werden nun offen hingelegt. Nun werden die Texte der Figuren vorgelesen. Ist der Kampf danach noch nicht entschieden wird von jedem SpielerIn eine Karte ausgespielt. Hier unterscheiden wir zwischen Text-Karten und Zahlen-Karten. Die Text-Karten gehen immer vor. Sollten diese Karten keine Entscheidung bringen, werden nun die Kampfwerte der Karte und der Figur zusammengezählt. Nun vergleichen beide Spieler ihre Kampfzahlen. Der höhere Wert gewinnt. Bei Gleichstand werden beide Figuren vom Brett genommen.

Hier und da gibt´s noch kleinere Sachen zu beachten. (Es gibt eine Abkürzung durch das Gebirge - genannt Moria. Mit Hilfe des Anduin kann man sogar seitwärts ziehen usw.) Aber als Überblick zum Spiel soll das reichen. Und was sich am Anfang sehr trocken angehört hat, bekommt während des Spieles auf einmal Leben eingehaucht. Gerade der erste Durchgang wird für viele ein Erwachen sein. "Hätte ich den doch bloß da hingestellt und den dort." Schon merkt man sich für´s nächste Mal was man alles besser machen kann.
Und davon lebt das Spiel.

Fazit
Nach der ersten Enttäuschung merkt man schnell das es sich um eins der besseren Spiele handelt. Durch die verdeckt stehenden Figuren weiß man nie genau woran man ist. Man muß also sein Gegenüber gut einschätzen können. Mit ca. 30 Minuten Spielzeit sind mehrere Revanchen möglich. Auch für Zwischendurch und als Absacker des Abends ist diese Zeit sehr gut geeignet.

Ärgerlich:
Da jede Figur spezielle Fähigkeiten hat, kommt man um das ein oder andere Nachschlagen nicht drum herum. Was mich allerdings nicht wirklich stört. Jedoch hätte der Hersteller jedem Spieler ein Extrablatt als Überblick mit beilegen können.

Das Spiel ist eine absolute Empfehlung!
Wir werden es noch öfter spielen.

Tester
Wertung
Anke
Achim
Robert

Schlüssel: 6 = Sehr Gut / 1 = Flop

Gesamtnote: 5,66

Allgemeiner Kommentar:

- Achim
Trotz der schwachen Grafik gibt es von mir die Höchstwertung. Spielqualität soll belohnt werden

Bewertet diesen Spielbericht
hat mir sehr geholfen
genauso schlau wie vorher
leider keine Hilfe
Auswertung