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Candamir
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Ein Spiel von |
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Testbericht |
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Doch zunächst suchen wir uns einen Spielcharakter aus. Schön, weil immer noch selten, ist die Möglichkeit dem Geschlecht entsprechend, einen männlichen oder weiblichen Charakter zu spielen. Hierzu werden aus den acht Charakterkarten die vier weiblichen aussortiert. Aus diesen zieht jeder Mitspieler verdeckt eine Karte. Jede dieser Karten, die von nun an meine Spielfigur darstellt, hat ein männliches Gegenstück. Diese wird im Bedarfsfall mit der gezogenen Karte ausgetauscht. |
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| Die Werte des Charakters beinhalten Charisma, Geschick, Kampf und Stärke. Unser Konditionsmarker kommt am rechten Rand der Tafel, anfänglich auf das obere Herz. Dort platziert gibt er in diesem Fall eine Zugweite von 4 Feldern an. Pro Konditionspunkt den ich verliere, rutscht der Marker um ein Herz nach unten. Damit schränkt sich dann auch meine Zugweite ein. Durch den Verzehr von Heiltränken, kann mein Charakter aber wieder genesen. Der obere Rand zeigt mir eine Übersicht wieviel (und wovon) Tränke mir zur Verfügung stehen. Am unteren Rand der Tafel gibt es schließlich noch einen Überblick zu den Auswirkungen der einzelnen Proben (Kämpfe) auf den eigenen Charakter, die man während seiner Erforschung der Insel zu bestehen hat. Auf dem "Hauptspielplan" (also der Inselansicht) werden nun Plättchen ausgelegt, die es im weiteren Verlauf zu "entdecken" gilt. Je nach Spielerzahl sind die Plättchen und der Spielplan mit 2, 3 und 4 gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung bezieht sich auf die Anzahl dr SpMitspieler und regelt die Menge der Plättchen die zum Einsatz kommen. Die vergrößerte Dorfansicht zeigt einige Bewohner des Dorfes und deren Wunschlisten. Diese gilt es im Verlauf des Spieles zu befriedigen. Pro erfüllten Wunsch gibt´s einen Siegpunkt und 10 davon brauchen wir, um zu gewinnen. Doch zuerst werden noch die restlichen benötigten Spielelemente platziert. In die Kartenfächern kommen je 3 Rohstoffsorten (Fell, Erz, Holz) und Naturalien (Honig, Kräuter, Pilze). Und zum Schluß wird jetzt noch der Stapel mit den Abenteuerkarten zurecht gelegt. Diese sind durchnummeriert (1,2,3) und werden in einzelnen Stapel gemischt, dann aufsteigend übereinander gelegt und schließlich die obersten Drei offen neben dem Stapel ausgelegt. Nun erhält jeder Spieler noch je ein kostenlosesHolz-Kärtchen und "Brittas Trank" und dann geht´s los. Spielverlauf Jeder Spieler hat pro Runde die Wahl ob er "bauen und brauen" oder auf "Wanderung" gehen möchte. Wanderung: Hierzu kann er zwei von den vorher ausgelegten Plättchen geheim erforschen und sich danach entscheiden zu welchem dieser Plättchen er sich begibt. Er kann aber auch zu einem nicht erforschten Plättchen aufbrechen. Hierzu werden (je nach Stand des Konditionsmarkers) bis zu vier Wegekarten nacheinander aufgedeckt. Die erste Wegekarte wird umgedreht. Jede Karte steht für einen "Schritt". Sichtbar werden die vier Himmelsrichtungen in die man nun ziehen kann. Da man günstigerweise sein "Zielplättchen" so schnell als möglich erreichen will, versucht man natürlich den kürzesten Weg zu gehen. Leider werden jedoch manche Richtungen durch Herausforderungen (genannt: Proben) versperrt. In diesen Proben werden die verschiedenen Fähigkeiten der eigenen Figur beansprucht. So tritt man gegen einen Bären, einen Wolf, eine Giftschlange oder Candamir an. Zusätzlich kann man hier auch gegen die ausliegenden Abteuerkarten antreten. Hier werden dann auch schon mal zwei Proben auf einmal abverlangt. |
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Natürlich
hat man auch die Möglichkeit in Richtungen zu ziehen, wo nichts passiert
oder man z.B. Naturalien findet. Letztere braucht man um Tränke zu brauen.
Ob man nun eine Probe bestehen mußte oder nicht, in jedem Falle kann ich auf das Feld ziehen für welches ich mich entschieden habe. Allerdings können eben negative Einschränkungen die Folge sein. Wichtig ist aber, gerade auch bei immer längerer Spieldauer, das ich meinen Charakter weiterentwickle und meine Fähigkeiten ausbaue. Hierzu dienen unter anderem auch meine Zielkärtchen. Diese helfen mir nicht nur die Wünsche der Dorfbewohner zu erfüllen, sondern auch die Werte von meinen Eigenschaften langsam zu steigern. (Proben sehen nämlich so aus: Ich treffe z.B. auf einen Bären, dieser verlangt bei der Probe in Stärke einen Wert von 8. Mein Charaktergrundwert ist 2, meine Erfahrungsstufe 2 (höher als 3 kann meinen keinen Wert zusätzlich steigern) ich habe keinen Ausrüstungsgegenstand. Nun kommt es auf meinen Würfelwurf an. Zusammen mit meinen Werten muß ich mindestens auf 8 kommen, um zu bestehen. D.h. ich brauche eine 4. Vielleicht habe ich noch einen von "Brittas Tranken" der meinen Wert noch einmalig um 1 Punkt erhöht. Schaffe ich es trotz allem nicht, verliere ich zwei Konditionspunkte. Das hat zur Folge das ich auch schon in der laufenden Runde nur noch zwei Felder Zugweite habe. Nicht gerade viel. Bestehe ich gegen den Bären erhalte ich zwei Naturalien in Form von Honig.) Auf diese Art und Weise schlage ich mich durch die Insel und sammle die benötigten Dinge ein, um die Wünsche der Dorfbewohner zu befriedigen. Ab und an findet man auch ein Ausrüstungsstück für die eigene Spielfigur. Dieses hilft dann bei bestimmten Proben weiter. Siegpunkte Auf der Dorfübersicht sieht man die Wunschlisten von 4 Bewohnern. Diese gilt es von oben nach unten nacheinander abzuarbeiten. Habe ich zuerst irgendwo 3 Siegpunkte erreicht bekomme ich einen zusätzlichen Siegpunkt dafür das ich die meisten Wünsche bei diesem Bewohner z.Z. erfüllt habe. Sollte mich jedoch ein Mitspieler überholen, so bekommt er diesen Sondersiegpunkt. Spielziel Wer zuerst 10 Punkte erreicht hat ist Sieger. Zumindest bei zwei Personen fällt das auch immer mit dem Zeitpunkt zusammen, wenn die Zielkarten drohen auszugehen. Da es bis jetzt aber nicht passiert ist, scheint das Ganze sehr ausgewogen zu funktionieren. Fazit "Candamir" ist wieder einmal ein gelungenes Spiel von Klaus Teuber. Mittlerweile ist er scheinbar auf einem Niveau angelangt, wo wirklich schlechte Spiele wohl nicht mehr zustande kommen. Auch wenn "Anno 1503" und dessen Erweiterung mir schon gut gefallen haben, so ist "Candamir" doch irgendwie gefälliger. Die Rollenspielkomponente zieht mich mehr ins Spiel als bei "Anno 1503" und das Aufpäppeln des eigenen Charakters tut ein übriges. Leider sind es mir zu wenig abwechslungsreiche Herausforderungen aber vielleicht kommen ja noch irgendwelche Kartensätze nach. Irgendwie fehlt mir ein wenig das "I-Tüpfelchen" Trotzdem ist das Spiel für Abende gute Unterhaltung jenseits des Fernsehers dennoch bestens geeignet. Ein schneller Einstieg durch eine übersichtliche Spielregel ist garantiert. Dadurch gibt´s für Gelegenheitsspieler keinen Frust, der schon vor Beginn des Spieles die Nerven strapaziert. Wer´s noch einfacher mag kann unter www.profeasy.de eine Online-Spielanleitung abrufen. Alle die gern mehr vom Rollenspielfeeling haben möchten sei "Die Rückkehr der Helden" ans Herz gelegt. Hier geht´s richtig zur Sache. Der Anspruch ist höher und die Spielzeit ist mit bis zu 4 Stunden schon sehr heftig. Allerdings macht das Spiel auch sehr viel Spaß. Mittlerweile gibt´s auch schon eine reine 2 Personenvariante (die auch als Erweiterung für das Basisspiel genutzt werden kann) und nennt sich "Im Schatten des Drachen". Mit gut 90 - 120 min. Spielzeit sollte man aber auch hier rechnen. |
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Schlüssel: 6 = Sehr Gut / 1 = Flop |
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