Das
Spielkartendeck besteht aus 30 Karten, die vorsortiert und spielfertig sind.
In diesem Deck sind teilweise (schon) Karten aus anderen Völkern enthalten,
die erst später im Jahr hinzu kommen. Außerdem haben wir dann
da noch die Anführerkarte des jeweiligen Volkes und eine Spielkarte
die die Symbole mit den Sonderfähigkeiten und deren Bedeutung (bestehend
aus einem Wort) enthält. Bis man sich an die einzelnen Sonderfähigkeiten
gewöhnt hat, muß man aber immer wieder einmal ins Spielregelheft
schauen. Auch wird es am Anfang einige Probleme mit der Spielregelauslegung
geben. Genaues durchlesen der Spielregel und logisches Kombinieren hilft
oft weiter. Geht´s dann aber gar nicht mehr gibt es die offizielle
Seite mit Antworten zu Regelproblemen: www.blue-moon-fans.com
Das Spiel: Die Karten werden gut durchgemischt und jeder Spieler
teilt sich von oben 6 verdeckte Karten auf die Hand. Diese Handkarten werden
am Ende des eigenen Zuges immer wieder auf 6 Karten ergänzt. Ausnahme:
man hat bereits mehr als 6 Karten auf der Hand.
Der eigene Spielzug unterteilt sich in 8 Phasen, gefühlt vielleicht
5.
Die Zugphasen:
- Zugbeginn
- Anführeraktion; Der Spieler darf 1 Anführeraktion
auslegen (wird auf die Anführerkarte gelegt)
- Rückzug vom Kampf; hier kann in jeder Runde aufgegeben
werden
- Charakter; Der Spieler muß einen Charakter auslegen
- Verstärkung oder Unterstützung; zusätzlich
zum Charkter kann man nun eine Verstärkungs- oder Unterstützungskarte
ausspielen
-Stärke ansagen; hier wird der eigene Stärkewert
angesagt im Element "Feuer" oder "Erde"
- Karten nchziehen; auf 6 Karten auffüllen
- Zugende
Hört sich nicht schwer an? Ist es auch nicht. Zwar lassen
Sonderregeln kurze Diskussionen aufkommen oder man schlägt das ein
oder andere Mal nach. Doch bei welchem Spiel hat man das nicht?!
Einige Anmerkungen wären aber noch zu machen. Jeder Spieler der eine
neue Runde beginnt (eine Spielrunde beginnt mit dem Auslegen der ersten
Charakterkarte und endet mit dem Rückzug eines Spielers und dem damit
verbundenen Punktgewinn) darf als Einschränkung nur einen Charkter
auslegen, keine weiteren Karten. Außerdem legt er durch seine Ansage
der "Stärke" fest in welchem Element diese Runde gespielt
wird. Nach meinem Wissen ist ein Wechsel des Elementes wärend eines
Spieles nur durch Einsatz einer Mutantenkarte möglich.
Das Spiel verläuft allso so:
Ich bin dran. Da ich Erstspieler bin kann ich nur einen Charakter auslegen.
Sage
meine Stärke an, z.B. 3 in Feuer, ziehe eine Karte nach und mein Zug
ist beendet. Mein Gegenspieler ist dran. Er schaut ob er eine Anführeraktion
spielen kann. Danach kann er sich zurückziehen, falls er nicht mindestens
mit Stärke 3 in Feuer antworten kann.
Dieses Zurückziehen würde bedeuten, das ich in diesem Fall einen
Drachen gewonnen hätte. Zieht er sich nicht zurück, muß
er nun einen Charkter ausspielen. Zusätzlich zu dem Charakter kann
jetzt noch eine Verstärkungskarte auf den Charkter gelegt werden. Diese
hat nur in der aktuellen Runde Gültigkeit. Oder er legt eine Unterstützungskarte
in den entsprechenden Unterstützungsbereich. Diese Karte ist solange
aktiv bis ein Drache gewonnen wurde oder die Karte durch eine andere (gegnerische)
Karte aus dem Spiel genommen wird.
Charakter- und Verstärkungs-/Unterstützungskarte ergeben den neuen
Stärkewert. Dieser muß mindestens den Wert des Gegners, also
meinen Wert, erreichen. Ist dies der Fall, zieht der Spieler wieder auf
6 Karten nach und der Gegenspieler (also ich) ist am Zug.
Das Alles läuft also auf ein ständiges Gleichziehen oder Überbieten
hinaus. Kann ein Spieler den vorgegebenen Wert nicht mehr erreichen, zieht
er sich zurück. Das Resultat ist der Gewinn eines Drachens. Wer zuerst
den vierten Drachen gewinnen würde, hat das ganze Spiel gewonnen und
erhät einen Teil des in fünf Teile zerfallenen Kristalls. Hat
man alle Teile so ist man der Gesamtsieger.
Und das ist dann auch der einzigste Kritikpunkt. Kritallteile wird man in
dem Spiel vergeblich suchen. Hat man sich bei allem sehr große Mühe
gegeben, sehr schön gestaltete Grafiken, feinmodulierte Drachen und
sogar eine stimmige Hintergrundgeschichte, so hat da scheinbar die letzte
Kraft gefehlt. Sicher mag die Kartongröße eine Beschänkung
gewesen sein. Doch eine runde Pappscheibe mit einem Kritall als Grafik und
das Ganze in 5 Teile zerstanzt hätte mir schon genügt. Aber vielleicht
wird er ja als Extrabausatz nachgereicht.
Aus den später zusätzlich erscheinenden Völkern, kann man
dann auch noch eigene Spieldecks kreieren. Hier schlägt dann auch der
Sammelkartenspiel-Charakter zu. Allerdings hält sich dieser gegenüber
anderen Sammelkartenspielen doch sehr in Grenzen und ist dadurch bei weitem
nicht so kostenintensiv.
Fazit: Ein sehr schönes, stimmungsvolles, kurzweiliges
Spiel.
Absolute Kaufempfehlung!